Heilpraxis für Psychotherapie

EMDR steht für "Eye Movement Desensitization and Reprocessing", was soviel heisst wie: "Desensibilisierung und Nachverarbeitung durch Augenbewegungen".

Traumatische Erlebnisse werden im Gehirn, mit Hilfe der Mandelkerne ( Amigdalae), gespeichert. Die Mandelkerne sorgen dafür, dass diese traumatischen Gefühle schnell verarbeitet werden. Dies hat eigentlich einen positiven Grund: in erneuten Stresssituationen, soll so direkt darauf zugegriffen werden um zu warnen.

Auf diese Weise bleibt der traumatische Stress auch später dem Betroffenen präsent, auch wenn die Situation gar keine Bedrohung mehr darstellt. Auslöser dafür ist die im Gehirn entstandene neuronale Verknüpfung erlebter negativer Gefühle (z.B. Angst) mit dem Bild irgendeiner erlebten unangenehmen Situation. Ähnliche Bilder, Situationen etc. wirken als Trigger und aktivieren somit wieder das unangenehme Gefühl.

Das Gehirn fragt nicht mehr nach ob der Betroffene wirklich gefährdet ist, sondern reagiert sofort mit seelisch und auch körperlich krank machenden Stressverhalten.

Dies kann sich auf verschiedenste Art und Weise bemerkbar machen: Schlafstörungen, Angstattacken und Panikattacken die in den unterschiedlichsten, durchaus auch harmlosen Situationen, auftreten können.

EMDR kann dazu beitragen, dass Auswirkungen von traumatischem Stress, gemildert oder sogar vermieden werden kann. Die Technik führt dazu, dass im Gehirn sozusagen „umgelernt“ wird und die ursprünglich gebildeten neuronalen Verschaltungen neu geordnet werden.

Mit Hilfe der Augenbewegung ist eine Reaktivierung und vollständige Verarbeitung der Information über das Trauma möglich. Dies geschieht auf ähnliche Weise wie das, was während des REM – Schlafs geschieht, jedoch ist die Nutzung der Augenbewegung im Wachzustand Zielgerichteter als dies im Schlaf möglich ist.

 

Die Wirksamkeit der Methode ist wissenschaftlich nachgewiesen worden.

 

Die Anwendung von EMDR kann bei allen Störungen indiziert sein, die mit Ängsten einhergehen oder bei denen es zu so genannten psychoreaktiven Störungen als Folge der Einwirkung akuter Belastungen oder bereits länger zurück liegender schwerer Belastungen gekommen ist.

Mit EMDR können auch Phobien, wie z.B. soziale Phobien, spezielle Phobien, beispielsweise Ängste vor Spinnen, Hunden, Prüfungen, ärztliche Behandlungen, Flugangst etc. gelindert oder sogar vermieden werden.